Unerreichbarkeit Teil 4

Unerreichbarkeit in Buchform. Gibt es nicht? Doch ab September 2007. Die Kommunikationswissenschaftlerin Miriam Meckel widmet sich dem Trendthema im Buch “Das Glück der Unerreichbarkeit”. Den Inhalt beschreibt sie wie folgt:

Wir funken, simsen und mailen permanent über alle Zeitzonen und Regionen der Welt und über alle Takte des persönlichen Alltags hinweg. Jeder ist potenziell immer erreichbar. Wer nicht mindestens in Kopie und cc bedacht wird, fühlt sich nicht mehr geliebt. Die technologische Demokratisierung der Information trifft auf ein unvorbereitetes Volk im Dauerfeuer der Mitteilungen.
Miriam Meckel empfiehlt eine Denkpause. Kommunikation braucht Qualität. Und Qualität braucht Zeit. Wer sich verständigen und verstanden werden will, muss nachdenken können und sich erklären dürfen. Die neuen Kommunikations- technologien bieten diese Chance. Aber sie verleiten auch zu Abhängigkeiten.

Bestellung können hier vorgenommen werden.

Das Glück der Unerreichbarkeit

Die Technik ist dein Freund …

Manchmal erfindet das Leben Geschichten, die selbst von einem Boulevardblatt nicht besser erfunden werden konnten. Ein Luxuswagen  hat sich auf der A31 selbständig gemacht und  seine Insassen eingesperrt. Ein Schelm, wer dabei an Stephen King´s Christine denkt …

„Das Auto stand ohne Licht auf dem rechten Fahrstreifen, der Fahrer aus Essen war eingeschlossen“, berichtete die Polizei.

Den gesamten Bericht lesen Sie hier

(Bild und Informationen vom Stephen-King-Wiki)

W-lan in der Diskussion

Na, da hat die Bundesregierung ja was angefangen! Mit ihrer indirekten Warnung vor W-lan-Systemen und der Empfehlung kabelgestützte Modelle zu nutzen, ist eine breite Diskussion in den Medien entstanden. Ausführliche Berichte sind in der Süddeutschen Zeitung, der Frankfurter Rundschau (hier und hier), in Spiegel Online und der Fachzeitschrift connect zu lesen. In einer laufenden Umfrage bei der Süddeutschen Zeitung sprechen sich zur Zeit 2/3 aller Befragten für weitere Risikoforschungen aus, weil sie die drahtlosen Verbindungen für gefährlich halten oder zu wenig darüber die Gefahren wissen. Das dieses Thema enorm polarisiert läßt sich gut im Forum bei Spiegel Online verfolgen.

Um so paradoxer ist es, dass die Bundesregierung weiterhin ihr Forschungsprogramm zu diesem Thema einstellen möchte (siehe Blog vom 10. Juli)

Unerreichbarkeit Teil 3

Leben und entspannen ohne Handy, W-lan und Laptop. Einen Moment lang aussteigen und sich besinnen auf die eigenen Fähigkeiten. Die völlige Unerreichbarkeit geniessen. Diese Erfahrung schildert die Fudder-Repoerterin Diana, während ihres Aufenthaltes in der indonesischen Insel-Welt Raja Ampat.

“Nun ist es an der Zeit, eine letzte SMS an die Außenwelt zu schicken”, heißt es nach etwa vier Stunden Fahrt auf dem kleinen, überladenen Speedboot mitten durchs offene Meer, “dann sind wir abgeschnitten von der Zivilisation.”

Der gesamte Artikel ist hier zu lesen.

Bundesregierung warnt vor W-Lan

Das dürfte eine dieser Meldungen sein, die polarisiert wie kaum eine Zweite.

Aufgrund einer umfangreichen Anfrage der Grünen zum Thema W-lan und Elektrosmog hat die Bundesregierung zum ersten Mal offiziell vor dem Gebrauch von W-lan gewarnt.

“Die Bundesregierung empfiehlt allgemein, die persönliche Strahlenexposition durch hochfrequente elektromagnetische Felder so gering wie möglich zu halten, d. h. herkömmliche Kabelverbindungen zu bevorzugen, wenn auf den Einsatz von funkgestützten Lösungen verzichtet werden kann.”

Ich bin gespannt, ob die Werbetreibenden ihre Strategie nun ändern und in den zahlreichen Werbespot dem weissen Apple-Laptop ein Kabel “anstecken”, wenn die gutaussehende Familie relaxt im eigenen Ikea-Wohnzimmer im Internet surft!

Umfrage zur Tagungsqualität

Sind elektrosmogreduzierte Zimmer ein Entscheidungsgrund, um eine Tagung in einem Hotel zu buchen? Ist der “Wellness-Faktor” genauso wichtig wie eine gute Tagungstechnik? Dieser und anderen Fragen die aktuelle Umfrage “Tagungsqualität” herausfinden. Das Romantik Hotel Schloss Rheinfels, die Fachzeitschrift Convention und die Fachhochschule Trier befragen bis Mitte August Tagungsentscheider zu Ihrer Meinung über Tagungs- und Eventqualität. Projektleiterin Sylvia Wendt hat folgenden Anspruch an die Umfrage:

In den Fragen würden wir gerne die Einstellung von Entscheidern erfahren, wie sich für ein Veranstaltung in einem Tagungshotel entscheiden und wie Ihre persönliche Bindung und Zufriedenheit gegenüber dem von ihnen ausgewählten Tagungshotel ist. Außerdem möchten wir von wissen wie sie in der Rolle eines Hoteldirektors Kundenbindung betreiben würden und wie die Trends auf dem deutschen Tagungsmarkt eingeschätzt werden!

Die Teilnahme kann direkt über die Internetseite www.tagungsqualitaet.de vorgenommen werden.

Unerreichbarkeit Teil 2

Der Trend der Unerreichbarkeit wird nun auch von Spiegel Online aufgegriffen. Urlauber entdecken handyfreie Zonen als Ort der Ruhe und Entspannung. Das Nachrichtenportal berichtet über den kanadischen Ort Slocan Valley in British Columbia. Dieser möchte vermeiden, dass der Mobilfunkanbieter Telus Corp Sendemasten errichtet. Bis dato ist es eines der letzten mobilfunkfreien Städte in Kanada.

“Die Tatsache, dass wir ohne Mobilfunk leben, bedeutet, dass wir nicht permanent von piependen Handys belästigt werden, und von gebrüllten Gesprächen fremder Leute ebenso”, erklärte Bill Roberts von der örtlichen Handelskammer jetzt gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.

Ein kleinen Schönheitsfehler hat die Geschichte dann aber doch … - ein flächendeckendes Wlan-Netz wird bereits errichtet!

Elektromagnetische Felder darstellen

Wie stark sind elektromagnetischen Felder in der Nachbarschaft von Mobilfunkanlagen? Läßt sich Elektrosmog darstellen? Mit der Online-Simulation des Informationszentrums Mobilfunk hat man die Möglichkeit, sich die elektromagnetischen Felder von Mobilfunkantennen entsprechend eigener Eingaben zu berechnen und darstellen zu lassen. Dabei können die Rahmenbedingungen wie die Größe der Häuser, die Leistung der Sendeanlagen oder den Abstand zwischen Antennen und Nachbarhäusern nach speziellen Wünschen verändert werden. Darüber hinaus lässt sich anhand der Anwendung auch der Verlauf der elektromagnetischen Felder simulieren, der farblich dargestellt wird.

Die Anwendung des IZMF läßt sich hier starten.

Von Neuweltgeiern in Spanien

Sie waren angetreten, um das große Glück zu erfahren: der Inhaber des Sensotels Schloss Rheinfels Gerd Ripp und die Hausdame des Schloßhotels Michaela Breitkreutz. Am Donnerstag sind sie Gäste in der “Quizshow von Jörg Pilawa” gewesen. Auch wenn es zum ganz großen Coup nicht reichte, so kam der Spaß über Neuweltgeier und WM-Hits nicht zu kurz. Im Schloss-Blog der Rheinfels sind die Höhepunkte nochmal zusammengefasst.

Wenn jemand durchdreht …

Die Angst vor Sendemasten und den möglichen gesundheitlichen Folgen der Strahlung ist für viele Menschen real. Ob man dann aber zu so drastischen Mitteln greift wie dieser 35jährige Australier, der mit einem Panzer ein Elektrizitätswerk rammte, ist doch sehr fraglich.

Der 35-Jährige war eineinhalb Stunden durch die Metropole gefahren und hatte ein Gebäude der Elektrizitäts-Betriebe gerammt sowie sieben Handy-Masten umgefahren. Der Mann sei überzeugt, dass ihn Strahlung von solchen Masten mental krank mache, sagte sein früherer Arbeitgeber, Greg Morris, am Montag in Sydney vor Gericht.

Ungeklärt ist allerdings, ob seine Tat nun die Auswirkungen der Strahungen sind oder die Gefahr davor!