Zukunftsforschung contra Risikoforschung
Der größte Feind des Fortschritts soll ja bekanntlich nicht der Irrtum sein, sondern die Trägheit. Entsprechend notwendig ist die Zukunftsforschung in neue Technologien. Wer sich aber in neues Terrain begibt, sollte sich auch der möglichen Risiken bewußt sein.
Eine leichte Ironie bleibt dann wohl nicht verborgen, wenn man sich zwei zeitnahe Pressemeldungen in direkter Verbindung betrachtet . Auf der einen Seite lehnt die Bundesregierung die Anfrage der Grünen ab, das “Deutsche Mobilfunkforschungsprogramm” zur Erforschung der Riskien und Gefahren des Mobilfunks weiterzuführen. Unter anderem wohl auch, weil die Mobilfunkunternehmen sich nicht mehr an der Forschung beteiligen wollen (8,5 Mio Euro).
Und dass dieses Geld in der Zukunftforschung “besser” angelegt ist, zeigt dann die Meldung von heute:
“Die Netzbetreiber T-Mobile und Vodafone werden ein gemeinsames Forschungsprojekt zu neuen Technologien im Mobilfunk starten. Dazu wollen beide Unternehmen gemeinsam mit deutschen Industrie- und Forschungspartnern zusammenarbeiten, um mit Unterstützung der deutschen Regierung zukünftige Mobilfunktechnologien zu entwickeln und zu evaluieren, die höhere Datenraten ermöglichen werden.”
Unwissenheit bleibt immer der größte Fehler.

