Umfrage zur Tagungsqualität

Sind elektrosmogreduzierte Zimmer ein Entscheidungsgrund, um eine Tagung in einem Hotel zu buchen? Ist der “Wellness-Faktor” genauso wichtig wie eine gute Tagungstechnik? Dieser und anderen Fragen die aktuelle Umfrage “Tagungsqualität” herausfinden. Das Romantik Hotel Schloss Rheinfels, die Fachzeitschrift Convention und die Fachhochschule Trier befragen bis Mitte August Tagungsentscheider zu Ihrer Meinung über Tagungs- und Eventqualität. Projektleiterin Sylvia Wendt hat folgenden Anspruch an die Umfrage:

In den Fragen würden wir gerne die Einstellung von Entscheidern erfahren, wie sich für ein Veranstaltung in einem Tagungshotel entscheiden und wie Ihre persönliche Bindung und Zufriedenheit gegenüber dem von ihnen ausgewählten Tagungshotel ist. Außerdem möchten wir von wissen wie sie in der Rolle eines Hoteldirektors Kundenbindung betreiben würden und wie die Trends auf dem deutschen Tagungsmarkt eingeschätzt werden!

Die Teilnahme kann direkt über die Internetseite www.tagungsqualitaet.de vorgenommen werden.

Unerreichbarkeit Teil 2

Der Trend der Unerreichbarkeit wird nun auch von Spiegel Online aufgegriffen. Urlauber entdecken handyfreie Zonen als Ort der Ruhe und Entspannung. Das Nachrichtenportal berichtet über den kanadischen Ort Slocan Valley in British Columbia. Dieser möchte vermeiden, dass der Mobilfunkanbieter Telus Corp Sendemasten errichtet. Bis dato ist es eines der letzten mobilfunkfreien Städte in Kanada.

“Die Tatsache, dass wir ohne Mobilfunk leben, bedeutet, dass wir nicht permanent von piependen Handys belästigt werden, und von gebrüllten Gesprächen fremder Leute ebenso”, erklärte Bill Roberts von der örtlichen Handelskammer jetzt gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.

Ein kleinen Schönheitsfehler hat die Geschichte dann aber doch … - ein flächendeckendes Wlan-Netz wird bereits errichtet!

Elektromagnetische Felder darstellen

Wie stark sind elektromagnetischen Felder in der Nachbarschaft von Mobilfunkanlagen? Läßt sich Elektrosmog darstellen? Mit der Online-Simulation des Informationszentrums Mobilfunk hat man die Möglichkeit, sich die elektromagnetischen Felder von Mobilfunkantennen entsprechend eigener Eingaben zu berechnen und darstellen zu lassen. Dabei können die Rahmenbedingungen wie die Größe der Häuser, die Leistung der Sendeanlagen oder den Abstand zwischen Antennen und Nachbarhäusern nach speziellen Wünschen verändert werden. Darüber hinaus lässt sich anhand der Anwendung auch der Verlauf der elektromagnetischen Felder simulieren, der farblich dargestellt wird.

Die Anwendung des IZMF läßt sich hier starten.

Von Neuweltgeiern in Spanien

Sie waren angetreten, um das große Glück zu erfahren: der Inhaber des Sensotels Schloss Rheinfels Gerd Ripp und die Hausdame des Schloßhotels Michaela Breitkreutz. Am Donnerstag sind sie Gäste in der “Quizshow von Jörg Pilawa” gewesen. Auch wenn es zum ganz großen Coup nicht reichte, so kam der Spaß über Neuweltgeier und WM-Hits nicht zu kurz. Im Schloss-Blog der Rheinfels sind die Höhepunkte nochmal zusammengefasst.

Wenn jemand durchdreht …

Die Angst vor Sendemasten und den möglichen gesundheitlichen Folgen der Strahlung ist für viele Menschen real. Ob man dann aber zu so drastischen Mitteln greift wie dieser 35jährige Australier, der mit einem Panzer ein Elektrizitätswerk rammte, ist doch sehr fraglich.

Der 35-Jährige war eineinhalb Stunden durch die Metropole gefahren und hatte ein Gebäude der Elektrizitäts-Betriebe gerammt sowie sieben Handy-Masten umgefahren. Der Mann sei überzeugt, dass ihn Strahlung von solchen Masten mental krank mache, sagte sein früherer Arbeitgeber, Greg Morris, am Montag in Sydney vor Gericht.

Ungeklärt ist allerdings, ob seine Tat nun die Auswirkungen der Strahungen sind oder die Gefahr davor!

Gesund schlafen im Allgäu

Der Landgasthof Hubertus in Apfeltrang bei Kaufbeuren im Allgäu ist vorbildlich in der Umsetzung eines umweltfreundlichen Qualitätssystems im Hotel. Neben zahlreichen Maßnahmen im Umweltschutz-Bereich sind gesamten Hotel keine DECT-Schnurlostelefon im Einsatz, sondern lediglich analoge CT1+ Telefone. Der Landgasthof Hubertus wurde für seine Bemühungen um den Umweltschutz mit dem Umweltsiegel der Bayerischen Staatsregierung in Gold ausgezeichnet.

Mobilfunkmasten im Fernsehen

Gibt es einen Zusammenhang zwischen gesundheitlichen Beschwerden und der Anwesenheit von Mobilfunkmasten? Dieses Thema wird seit längerem intensiv und mit zahlreichen “pro und contra” - Argumenten versehen.

Auch die ZDF-Sendung MonaLisa widmete sich in ihrer aktuellen Ausgabe dieser Frage. Die Folge mit dem Thema “Machen Mobilfunkmasten krank?” wird heute nacht um 2:40 Uhr wiederholt.

Der Bericht analysiert die Beschwerden von elektrosensiblem Menschen, die in direkter Nähe zu Mobilfunkmasten leben. Eine Zusammenfassung der Sendung kann hier gelesen werden.

Dr. Markus Jodl, Pressesprecher von T-Mobile nimmt dieses Problematik jedenfalls nicht so ernst:

“Wenn es immer noch Leute gibt, die sagen, sie haben dort gesundheitliche Beschwerden, dann müsste man gucken, woran das liegt. Befindlichkeitsstörungen können zehntausende Gründe haben. Elektrosensibilität im wissenschaftlichen Sinn gibt es eigentlich nicht.”

Bilden wir uns Krankheiten nur ein?

… - oder was ist der Sinn und Unsinn von Studien?

Kennen Sie den Noceboeffekt?
Der Noceboeffekt stellt das Gegenteil des bekannteren Placeboeffekts dar und er bedeutet, dass negative Erwartungen einen nachteiligen Einfluss haben können. Dahinter liegt auch der Gedanke der „sich-selbst-erfüllenden-Prophezeiungen“.

Die Selbsterfüllende Prophezeiung ist eine Vorhersage, die sich erfüllt, nur weil sie vorhergesagt bzw. erwartet wurde. In Bezug mit der Realität existiert aber kein oder möglicherweise sehr geringer Zusammenhang, als er in der Erwartung existiert. Die Überlegung basiert auf dem Prinzip, dass man selbst auf die Umwelt Einfluss nimmt und versucht sie so in die Richtung zu verändern, die man erwartet. Demnach wird die Erwartung zu einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung.

Eben dieser Effekt soll das Hauptergebnis einer Pilotstudie der Katholischen Universität Eichstätt im Augsburger Landesamt für Umwelt (LfU) haben. Untersucht wurde, ob die hochfrequenten elektromagnetischen Felder einer UMTSMobilfunkbasisstation einen Einfluss auf die Befindlichkeit von Personen haben, deren Arbeitsplatz sich in der unmittelbaren Umgebung befindet. So fühlten sich die Studienteilnehmer des Landesamtes deutlich schlechter, wenn sie annahmen, die UMTS-Mobilfunkbasisstation auf dem Solardach des LfU sei angeschaltet, obwohl sie tatsächlich nicht in Betrieb war. Die genaue Methodik der Studie lässt sich hier nachlesen.

Aber was ist die Schlußfolgerung einer solchen Studie?

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit geht in einer Studie aus dem Jahr 2006 davon aus, dass 6 % der bundesdeutschen Bevölkerung über 14 Jahren elektrosensibel reagieren. Sind das nun alles Hypochonder und haben sich ihre Probleme nur eingebildet?

Ein paar kritische Anmerkungen zur Studie sollten auch noch erlaubt sein. Die Methodik der Pilotstudie ist unbestritten gut, da es sich um eine “Doppel-Blind-Studie” handelt, die keiner der Probanden beeinflussen kann- auch nicht der Versuchsleiter!. Allerdings ist die Betrachtungsweise bei dieser Feldforschung, also den Fokus lediglich auf die UMTS-Mobilfunkbasisstation auf dem Solardach des LfU zu legen, etwas zweifelhaft.

Wer sagt uns denn, in welcher exponierten Lage - in Sachen Hochfrequenz - das LfU Augsburg überhaupt liegt? Oder ob dort an den Arbeitsplätzen eventuell mit DECT-Telefonen und W-LAN gearbeitet wird?

Eine ebenfalls interessante Betrachtungsweise ist auch das private Wohnumfeld der einzelnen Probanden: Gibt es Menschen in der Versuchsgruppe, die bereits Reduzierungsmaßnahmen im häuslichen Umfeld durchgeführt haben und bewusst auf DECT-Telefone & Co. verzichten? Diese Menschen sind im Normalfall - wenn es sich nicht gerade um elektrosensible und/oder vorgeschädigte Personen handelt - etwas resistenter oder unempfindlicher, wenn sie entsprechenden Belastungen ausgesetzt werden.

Oder ist das Gegenteil der Fall und einer der Probanden lebt in einem “hochtechnisierten” Haushalt, hat sein Festnetztelefon abgeschafft und telefoniert nur noch mobil? Das sind jetzt nur zwei Extremfälle, aber all das sind Fragen, die in einem solchen Feldversuch mitberücksichtigt werden sollten.

Das Hauptproblem aller wissenschaftlichen Versuche, Forschungen und Studien ist, dass immer wieder versucht wird, aus Gründen der Reproduzierbarkeit, das zu untersuchende Problem herauszukristallisieren, um eben reproduzierbare Ergebnisse zu erhalten.

Doch am Ende ist man vielleicht genauso schlau wie am Anfang.

Gesund schlafen im BIO-Hotel

Nicht zu unrecht widmet Best-Practice-Blogger Burkhard Schneider der Hotelkooperation “BIO-Hotel” einen eigenen Beitrag, in dem er die Besonderheiten in der Küche und des Essens heraushebt. Ob nun die aus seiner Sicht “magere Mitgliederzahl” von 45 Hotels ein postives oder negative Zeichen sind, bleibt erstmal dahingestellt. Es ist allemal ein Ausweis für die strengen Qualitätsregeln, die bei BIO-Hotels aufgestellt sind.

Auch der Trend zum gesundem Schlaf und der Reduzierung von Elektrosmog im Hotelzimmer geht an den BIO-Hotels nicht vorbei.

“Dass man sich gegen diese Strahlen schützen oder sich abschirmen kann, zeigen BIO-Hotels wie Eggensberger im Allgäu oder das Naturhotel Grafenast in Tirol. Aber auch das Thema Baubiologie ist ein entscheidender Wohlfühlfaktor. Die Verwendung natürlicher Baumaterialien, die weitestgehend frei von chemischen Zusätzen sind sowie die Verwendung von
natürlichen Formen und Farben spielen bei den BIO-Hotels eine große Rolle.”

Das Sensotel Eggensberger im Allgäu ist gleichzeitig Mitglied der Kooperation Sensotel und hat sich auch dort den strengen Qualitätsregeln unterworfen.

Hotelkooperation BioHotels

Weiterhin verwirrend für den Gast und Internetnutzer bleibt die unglückliche Domainbelegung der BIO-Hotels. Unter der prägnanten Domain www.biohotels.de bzw. www.bio-hotels.de gastiert nicht die Hotelkooperation, sondern ein Infoportal über biologische Hotels. Dieses Projekt ist allerdings seit Anfang 2007 samt Domain zu verkaufen. Vielleicht ändert es sich ja demnächst!

Zukunftsforschung contra Risikoforschung

Der größte Feind des Fortschritts soll ja bekanntlich nicht der Irrtum sein, sondern die Trägheit. Entsprechend notwendig ist die Zukunftsforschung in neue Technologien. Wer sich aber in neues Terrain begibt, sollte sich auch der möglichen Risiken bewußt sein.

Eine leichte Ironie bleibt dann wohl nicht verborgen, wenn man sich zwei zeitnahe Pressemeldungen in direkter Verbindung betrachtet . Auf der einen Seite lehnt die Bundesregierung die Anfrage der Grünen ab, das “Deutsche Mobilfunkforschungsprogramm” zur Erforschung der Riskien und Gefahren des Mobilfunks weiterzuführen. Unter anderem wohl auch, weil die Mobilfunkunternehmen sich nicht mehr an der Forschung beteiligen wollen (8,5 Mio Euro).

Und dass dieses Geld in der Zukunftforschung “besser” angelegt ist, zeigt dann die Meldung von heute:

“Die Netzbetreiber T-Mobile und Vodafone werden ein gemeinsames Forschungsprojekt zu neuen Technologien im Mobilfunk starten. Dazu wollen beide Unternehmen gemeinsam mit deutschen Industrie- und Forschungspartnern zusammenarbeiten, um mit Unterstützung der deutschen Regierung zukünftige Mobilfunktechnologien zu entwickeln und zu evaluieren, die höhere Datenraten ermöglichen werden.”

Unwissenheit bleibt immer der größte Fehler.